Randfarben

Irgendwann, kurz nach dem ersten Kreativitatsschub, hat Gott sich den November in die Hand gemalt. Farben waren ja genug da, der Farbfächer hing wie ein Regenbogen griffbereit im Himmel. Die krassen Sommerfarben waren schon vergeben, aber an den Rändern war noch eine Menge zu holen. Buttenrot und Fuchszunderrot zum Beispiel, Schiefergrau und Taupe, natürlich auch Mausgrau und Moosgrün, all solche Sachen. So entstand eine Welt, die es nur in diesen besonderen Tagen gibt. Wer die Kunst des Augenmachens beherrscht, sieht Knöterich, Sonnenauge und Samtfußrüblinge. Wer sein Herz an die Luft lasst, erfindet Farben, die keiner zuvor je gesehen hat. Wie wäre es mit Dattelbraun? Oder Sehnsuchtsgrün? Oder Himmelreichlavendel?
Übrigens: Fur lebenskluge Gärtner*innen ist der Spätherbst das Dessert. Ab jetzt nichts mehr tun, nur noch genießen. Wie alles fällt und schillert und tanzt und ein paar Geheimnisse fur sich behalten kann! Diesen Gartenmenschen geht's wie Gott - zumindest an manchen Sonntagen, vielleicht ja an einem Tag wie diesem.

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  • Samtfußrüblinge...

    ... sollte es jeden Sonntag geben

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